Sonntag, 15. Juli 2012


Der Besuch bei der "Gewerkschaft" der Frauen, die die Babacu-Nüsse ernten und verarbeiten, erhielt plötzlich eine unerwartete Wendung. Anders als erwartet wollten  sie uns nämlich nicht zeigen, wie ihr Projekt - die maschinelle Verbesserung ihrer Arbeit - funktionierte, sondern erzählen, dass es nicht funktioniert hatte. Das Hilfswerk PLAN - so erzählte die Vorsitzende - hätte ihnen Maschinen eines bestimmten Herstellers aufgenötigt, der Probleme verursacht hätte, durch die sie jetzt nicht nur keine Maschinen, sondern auch noch einen Haufen Schulden und eine Aufkündigung der Zusammenarbeit durch die PLAN hätten. Erst so nach und nach stellte sich heraus, dass wohl Maschinen geliefert worden waren (sie rosteten draußen vor sich hin), aber die falschen, dass irgendeine unkundige und / oder unberechtigte Person den Erhalt quittiert hatte, und dass niemand sich zuständig und / oder imstande gefühlt hatte, diese Maschinen zu reklamieren oder zurückzuschicken..

Dahinter steckten noch andere Streitigkeiten zwischen verschiedenen Babacu-Frauen-Zusammenschlüssen und zwischen den reicheren und ärmeren Mitgliedern der Gruppe aus Timbiras. Warum sie uns das erzählten? Weil sie auf Hilfe aus Deutschland hofften. Die konnten wir natürlich nicht versprechen. auch keine rechtliche Hilfe - mit der taten sich anscheinend selbst schon die einheimischen Rechtsanwälte schwer!
Das ganze war nicht nur sehr schwer zu  verstehen (arme Eleana!), sondern auch sehr langatmig und redundant dargeboten. Aber trotzdem ein interessantes Lehrstück für die Kompliziertheit der Hilfebeziehungen zwischen den oftmals so verschiedenen Welten und Mentalitäten...

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