Der Besuch bei der
"Gewerkschaft" der Frauen, die die Babacu-Nüsse ernten und
verarbeiten, erhielt plötzlich eine unerwartete Wendung. Anders als erwartet
wollten sie uns nämlich nicht zeigen,
wie ihr Projekt - die maschinelle Verbesserung ihrer Arbeit - funktionierte,
sondern erzählen, dass es nicht funktioniert hatte. Das Hilfswerk PLAN - so
erzählte die Vorsitzende - hätte ihnen Maschinen eines bestimmten Herstellers
aufgenötigt, der Probleme verursacht hätte, durch die sie jetzt nicht nur keine
Maschinen, sondern auch noch einen Haufen Schulden und eine Aufkündigung der
Zusammenarbeit durch die PLAN hätten. Erst so nach und nach stellte sich
heraus, dass wohl Maschinen geliefert worden waren (sie rosteten draußen vor
sich hin), aber die falschen, dass irgendeine unkundige und / oder
unberechtigte Person den Erhalt quittiert hatte, und dass niemand sich
zuständig und / oder imstande gefühlt hatte, diese Maschinen zu reklamieren
oder zurückzuschicken..
Dahinter steckten noch andere
Streitigkeiten zwischen verschiedenen Babacu-Frauen-Zusammenschlüssen und
zwischen den reicheren und ärmeren Mitgliedern der Gruppe aus Timbiras. Warum
sie uns das erzählten? Weil sie auf Hilfe aus Deutschland hofften. Die konnten
wir natürlich nicht versprechen. auch keine rechtliche Hilfe - mit der taten
sich anscheinend selbst schon die einheimischen Rechtsanwälte schwer!
Das ganze war nicht nur sehr schwer
zu verstehen (arme Eleana!), sondern
auch sehr langatmig und redundant dargeboten. Aber trotzdem ein interessantes
Lehrstück für die Kompliziertheit der Hilfebeziehungen zwischen den oftmals so
verschiedenen Welten und Mentalitäten...
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