Sonntag, 15. Juli 2012


Nachmittags haben wir eine Gruppe im Projekthaus besucht. Es hat sehr viel Spaß gemacht mit den Kindern zu arbeiten und zu spielen. Eleana hat ein wenig von der Geschichte der Kinder gesprochen. Einige sind "normal", andere "behindert". 


Wobei viele nicht genau wissen, was die Kinder haben. Zum Beispiel die Schwestern von Franklin. Eleana hat sie ins Projekt geholt. Als sie sie das erste Mal gesehen hat, hat Franklins Schwester im Garten bei den Hühnern gesessen und sich auch so verhalten. Der Arzt hat auch gesagt: "Die kann nichts", undihr Tabletten gegen Epilepsie verschrieben. Eleana sagt, sie habe im Projekt unglaubliche Fortschritte gemacht. Die Ärzte wissen oft selber nicht Bescheid. An diesem Beispiel kann ich kurz schildern wo ich sehe, Fehler gemacht zu haben. Diese Kinder müssen sich wie Tiere fühlen. Und die Mitmenschen wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen und auch das Verstädnis ist ein ganz anderes als wir es in Deutschlandhaben. Ich glaube, dass wir durch unserHandeln vielleicht ein kleines bisschen daran ändern können. Zum Beispiel hätte ich heute (wir sind in dem Haus von Franklins Mutter gewesen, wo dieses Hühnermädchen lebt) richtig auf sie zugehen können und mit ihr reden, sie anlachen undihr zeige, dass ich sie vertschätze. Aber sie saß ganz hinten im Garten (bei den Hühnern), und als ichsie entdeckt hatte und geschnallt hatte, dass sie das ist, mussten wir auch schon wieder fahren. Aber das sind Momente, die wirklich wichtig sind und in denen wir uns Zeit nehmen müssen.
Am Abend haben wir die Alfabetisierungsgruppe im Vereinshaus besucht. Die Analfabeten, die daran teilnehmen, sind oft Eltern der Kinderim Projekt und kommen zum einen, um ihren Kindern beim Lernen helfen zu können, und zum anderen, weil sie selber (zumindest ihren Namen!) schreiben zu lernen und z.B. nicht mehr mit dem Daumen unterschreiben zu müssen. Sie haben ein super schwaches Selbstbewusstsein. Viele haben sich bei der Vorstellungsrunde nicht getraut ihren Namen zu sagen. Aber in der brasiianischen Gesellschaft wird es ihnen auch gezeigt und vermittelt, dass sie nichts wert sind.
(Lukas)
Dieser Mann hat uns alle so fasziniert, weil er sich so ueber seine  Lese- und Schreibfortschritte freute, dass ihm sein Laecheln den ganzen Abend nicht aus dem Gesicht wich. Fuer dieses Foto hat er leider das Laecheln ein wenig reduziert.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen