Schon
bei meinem letzten Besuch in Timbiras (2006) war es ein Evangelium in der
Sonntagsmesse, das durch den besonderen Ort für mich eine ganz neue Dimension
bekam: damals war es so, dass ich auf der Hinfahrt nach Timbiras total
beeindruckt davon war, dass auch an diesen doch so entlegenen Ort auf
irgendeine Art und Weise der Glaube an Jesus Christus gelangt war (übrigens:
ca. 1900 durch Kapuzinermönche!). Und dann wurde am Sonntag in der Kirche die
Bitte Jesu an seine Jünger vorgelesen, dass sie in die ganze Welt hinausgehen
sollen um allen Menschen die Gute Nachricht zu bringen....
Dieses
Mal war es das Evangelium von der Aussendung der Jünger, das ja auch für
Franziskus so wichtig geworden ist:
-
immer zu zweit zu gehen: das könnte man auch auf die Partnerschaft von zwei
Gemeinden beziehen, die sich gegenseitig in praktischen Dingen, aber auch dabei
unterstützen können, wichtige Fragen von verschiedenen Seiten aus zu betrachen
und so zu einem besseren Verständnis zu gelangen
-
nichts mit auf den Weg zu nehmen: auf Schritt und Tritt merken wir hier, wie
wichtig, aber auch wie schwierig es ist, unser "Gepäck" (als
Deutsche, als Mann / Frau, als jedeR einzelne) beiseite zu lassen, um wirklich
offen zu sein für das, was die gegenwärtige Situation erfordert
-
sich in ein Haus aufnehmen zu lassen und dort zu bleiben: auch diese
Lebensweise der Jünger wird mit dem Hintergrund unseres Austausches viel
plastischer
-
Ungeist auszutreiben und Kranke zu heilen: wir begegnen hier schon manchem, was
uns als Ungeist erscheint und sprechen viel darüber, wie es uns damit geht. Vom
Austreiben sind wir weit entfernt, aber Franklin sagte neulich, er habe den
Eindruck, dass im CAC eine "andere Sprache" gesprochen wird:
aufmerksam und respektvoll. Und um Kranke zu heilen haben wir ja Marita hier,
die wirklich unermüdlich ihre Hausbesuche macht und schon so manches Leid
gemildert hat...
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