Samstag, 21. Juli 2012


Schon bei meinem letzten Besuch in Timbiras (2006) war es ein Evangelium in der Sonntagsmesse, das durch den besonderen Ort für mich eine ganz neue Dimension bekam: damals war es so, dass ich auf der Hinfahrt nach Timbiras total beeindruckt davon war, dass auch an diesen doch so entlegenen Ort auf irgendeine Art und Weise der Glaube an Jesus Christus gelangt war (übrigens: ca. 1900 durch Kapuzinermönche!). Und dann wurde am Sonntag in der Kirche die Bitte Jesu an seine Jünger vorgelesen, dass sie in die ganze Welt hinausgehen sollen um allen Menschen die Gute Nachricht zu bringen....
Dieses Mal war es das Evangelium von der Aussendung der Jünger, das ja auch für Franziskus so wichtig geworden ist:
- immer zu zweit zu gehen: das könnte man auch auf die Partnerschaft von zwei Gemeinden beziehen, die sich gegenseitig in praktischen Dingen, aber auch dabei unterstützen können, wichtige Fragen von verschiedenen Seiten aus zu betrachen und so zu einem besseren Verständnis zu gelangen
- nichts mit auf den Weg zu nehmen: auf Schritt und Tritt merken wir hier, wie wichtig, aber auch wie schwierig es ist, unser "Gepäck" (als Deutsche, als Mann / Frau, als jedeR einzelne) beiseite zu lassen, um wirklich offen zu sein für das, was die gegenwärtige Situation erfordert
- sich in ein Haus aufnehmen zu lassen und dort zu bleiben: auch diese Lebensweise der Jünger wird mit dem Hintergrund unseres Austausches viel plastischer
- Ungeist auszutreiben und Kranke zu heilen: wir begegnen hier schon manchem, was uns als Ungeist erscheint und sprechen viel darüber, wie es uns damit geht. Vom Austreiben sind wir weit entfernt, aber Franklin sagte neulich, er habe den Eindruck, dass im CAC eine "andere Sprache" gesprochen wird: aufmerksam und respektvoll. Und um Kranke zu heilen haben wir ja Marita hier, die wirklich unermüdlich ihre Hausbesuche macht und schon so manches Leid gemildert hat...

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